Mobbing - Wie geht man damit um ?

Ich möchte mich heute einem sehr ernstem Thema widmen, was uns alle angeht. Das Thema Mobbing ist gerade im Internet eine höchst unerfreuliche Sache, die in vielen Fällen dazu geführt hat, dass sich Menschen das Leben genommen haben, weil sie nicht wußten, wie sie damit umgehen sollen.

Business-Coach Falko Graf gibt auf seinen Webseiten 14 Tipps gegen Mobbing mit den wichtigsten Verhaltensregeln, denn auch als von Mobbing Betroffener muss man in jedem Fall versuchen, sich in seiner Gegenwehr nicht selbst ins Unrecht zu setzen.


Nicht vorschnell sein!
Bezeichnen Sie nicht gleich jeden sofort als Mobber, denn das wäre eine üble Nachrede. Von Mobbing wird erst gesprochen, wenn die Mobbing- Handlungen regelmäßig und über mehrere Monate hinweg stattgefunden haben.

Lassen Sie nichts einreißen.
Kleine Sticheleien gehören nicht zur Tagesordnung, sondern sind unprofessionell. Wehren Sie Sich auch bei kleinen „Unverschämtheiten“ unverzüglich und stellen Sie gegebenenfalls Missverständnisse klar, die dazu geführt haben.

Führen Sie ein Mobbing-Tagebuch.

Dokumentieren Sie alle Mobbing-Vorfälle schriftlich und eventuell mit Bild, Datum, Uhrzeit, Ort, Zeugen und Anwesenden. Das erleichtert Ihnen später das Nachvollziehen des Mobbingverlaufs und belegt die Mobbing-Dauer.

Halten Sie Ihre Hände sauber.
Nur weil die Anderen mobben, müssen Sie das noch lange nicht. Nicht zurückmobben! Keine Gegenpartei aufstellen! Dies löst den Konflikt nicht, sondern erschwert eine Konfliktbewältigung.

Klären Sie Missverständnisse.
Urteilen SIe nicht vorschnell, sondern erschaffen Sie sich immer zuerst ein genaues Bild der Situation.

Nicht in die Ecke drängen lassen.
Viele Opfer schweigen aus Scham und werden durch ihr nichts tun schnell wieder zu Opfern. Das muss nicht sein. Statt immer zu reagieren, können sie die Initiative ergreifen.

Beschweren Sie sich.
Sie sollten sich möglichst frühzeitig bei Ihrem Vorgesetzten beschweren, oder – falls der Vorgesetzte der Mobber ist beim Arbeitgeber/der Personalabteilung. Auch der Betriebsrat ist Ihr Ansprechpartner.

Achten Sie auf das Timing.
Auf ein Gespräch über Mobbing-Vorwürfe in der eigenen Abteilung hat sicherlich kein Vorgesetzter Lust. Daher ist es wichtig den “richtigen Moment” abzuwarten.

Greifen Sie Ihren Ansprechpartner nicht an!

Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand sich für Se einsetzt, den Sie selber angreifen, ist eher gering. Formulieren Sie als Ich-Botschaften. Diese bestehen aus drei Sätzen, die mit „Ich“ beginnen:

* Sachliche Schilderung der Situation, wie Sie sie beobachtet haben.
* Vermutete Folge/Langzeitwirkung der Beobachtung.
* Einfluss auf Ihre dadurch emotionale Befindlichkeit.

Schildern Sie die Folgen.
“Ich mache seit drei Wochen Nachts kein Auge zu” ist überzeugender als “Ich will Ihnen sagen, dass Herr Y ein Mobber und Sie sind auch einer, wenn Sie nicht helfen.”

Belassen Sie es nicht bei einem Gespräch.

Sollte eine erste Beschwerde nichts bringen, gehen Sie notfalls so oft zum Betriebsrat, bis der Ihr Anliegen Ernst nimmt. Sollte die Ansprechperson langfristig beschwerdenresistent bleiben, nehmen Sie einen neutralen Beobachter (Zeuge) mit.

Sprechen Sie sich aus.
Sei es bei einer Selbsthilfegruppe, bei einer Beratungsstelle, beim Hausarzt, beim Pfarrer, bei Freunden und Bekannten.

Argumentieren Sie auch im Interesse der Institution
Machen Sie deutlich, wie sehr Mobbing der Institution (Firma, Abteilung, Schule) schadet.

Schützen Sie Schwächere.
Hacken Sie nicht auf Schwächeren herum, die sich nicht wehren können. Schwächere, die von Ihnen geschützt wurden, sind langfristig dankbar. Praktizieren Sie also Zivilcourage, den wenn Sie sich für Dritte stark machen, zeigen Sie, das man mit Ihnen so etwas nicht machen kann.